05.04. Musical-Freizeit "Der verlorene Sohn"
Hallbergmoos "Es hat Spaß gemacht also: Zweck erfüllt", meint Jakob Thoss, Leiter der achtköpfigen Band. Und das merkte man auch: Als ich bei dem ersten Probentag für das Musical "Der verlorene Sohn" ankam, wurde gelacht und vor sich hingesungen. Zwar war es ein wenig chaotisch, aber: "Der Kleingeist überblickt die Ordnung und das Genie das Chaos." Das Genie besteht hierbei aus "einem 14-köpfigen Team mit diversen Helfern", erklärt Thomas Bachmann, der mit André Spindler das Team leitet. Nachdem ich mich dann ein bisschen umgeschaut hatte, bezog der Chor Aufstellung zur ersten Probe auf der Bühne. " 'Endlich frei sein' ist eines der drei Lieder die wir heute zusammen mit Renate Bachmann geprobt und einstudiert haben," berichtet mir Anna Hepting aus Neufahrn, die nun schon zum dritten Mal dabei ist. Renate Bachmann leitet wieder mit Hingabe den Chor. Weiter erzählt Anna mir, dass bis jetzt auch schon drei Szenen geprobt worden seien. Die schauspielerische Leitung hat Karin Eigeldinger, die nun auch schon zum zweiten Mal ihr Talent beweist, Worten Leben einzuhauchen.
Festgehalten wird alles von dem Kamerateam, das aus Philipp und Hendrik Köhler sowie Bernhard Reitzner besteht. Die Kamera wird auch nicht ausgeschaltet, wenn etwas Peinliches passiert: Zum Beispiel falls eine Hose reißt oder der Kamerawagen mitsamt Kameramann umkippt.
Aber neben all dem Spaß und dem guten Essen von Carola und Stephanie Schmidt und Michael Simon, gab es auch ein paar Kritikpunkte: "Ein wenig enttäuscht war ich davon, dass manche ihren Text nicht konnten", meint Eigeldinger. Auch Frau Bachmann zeigt sich deswegen ein bisschen enttäuscht und bat deshalb beim Schlussgebet um Gottes Hilfe. Denn bis zum zehnten und elften April muss der Text sitzen. An diesen Tagen wird das Musical von den 27 Mitwirkenden im Gemeindesaal Hallbergmoos aufgeführt.
Eingeladen mitzumachen waren alle Jugendlichen ab zwölf aus Neufahrn und Hallbergmoos. Auch die Konfession ist unwichtig, wie Anna und ich dem Sänger Michael erklärten, der uns ängstlich die Frage gestellt hatte, ob er denn als Katholik überhaupt mitmachen dürfe? Michael gehört zu den wenigen Jungs die sich für das Musical angemeldet haben. "Mir macht singen einfach Spaß und auch Schauspielern finde ich ganz toll." Der Tag war für alle lehrreich, meinte Schauspieler Marius Aiden und alle freuen sich auf die weiteren Tage der Musicalwoche wie ich der Feedbackrunde entnahm. Als Pfarrer Bachmann allerdings bekanntgab, dass man sich morgen dann bereits um neun Uhr im Gemeindesaal treffen würde, ging ein einstimmiges Stöhnen durch die Runde.
